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Baby

Babys Schlaf ist ein vielschichtiges Thema. Dazu gehören der Schlaf-wach-Rhythmus von Säuglingen, Schlafbedarf, Durchschlafen, Schlafprobleme und das Bett.

Über Babys und den Schlaf

Kaum geboren, schläft das Baby schon wieder. Den größten Teil seiner ersten Lebenswochen wird es verschlafen und wenn es hungrig ist, aufwachen. Ob Tag oder Nacht ist, das ist dem Neugeborenen anfangs egal. Erst später werden seine nächtlichen Schlafperioden länger, während es tagsüber öfter wach bleibt. Säuglinge haben viel Schlaf nötig, die einen etwas mehr, die anderen etwas weniger. Denn der individuelle Schlafbedarf ist angeboren. Insgesamt gesehen ist der Babyschlaf ein vielschichtiges Thema, das verschiedene Emotionen und Fragen auslöst.

Wie süß! Wie ein kleiner Engel!

So und ähnlich seufzen Erwachsene beim Anblick eines schlafenden Babys. Dabei ahnen sie kaum, wie aktiv der kleine Körper gerade ist. Er entwickelt sich im Schlaf weiter, wächst, bildet sein Gehirn aus und verarbeitet die vielen Eindrücke aus den kurzen Wachzeiten. Dafür braucht er viel Energie und muss entsprechend viel essen. Weil sein kleiner Magen noch keine großen Nahrungsmengen aufnehmen kann, isst beziehungsweise trinkt der Säugling öfter. Alle paar Stunden weckt ihn der Hunger.

Mit der Zeit passt sich der kindliche Organismus an den Tag-Nacht-Rhythmus an.

Sein Tageschlaf beschränkt sich auf zwei Schlafperioden, dafür schläft es nachts mehrere Stunden am Stück. Viele Babys können mit sechs Monaten durchschlafen, anderen gelingt dies erst etwas später, einigen schon eher. Jedes Kind ist eben verschieden. Falls du bei „Durchschlafen“ an zwölf Stunden Nachtschlaf denkst, erwartest du aber zu viel. Die meisten Fachleute bezeichnen damit eine zusammenhängende Schlafperiode von 24 Uhr bis 6 Uhr morgens. Viele Säuglinge benötigen in diesem Alter noch eine späte Mahlzeit und deren Eltern füttern kurz vor Mitternacht noch einmal.

Neugeborene schlafen sogar beim Stillen und auch sonst gern auf Mamas Arm.

Dort fühlen sie sich geborgen, sicher und wohl. Doch wo ist der geeignete Schlafplatz fürs Babys, vor allem nachts? Im Elternbett, im eigenen Bett aber im Schlafzimmer der Eltern oder im benachbarten Kinderzimmer – die Meinungen gehen auseinander. In Expertenkreisen wird das separate Babybett im Elternschlafzimmer favorisiert. Du kannst es ja nah ans Elternbett stellen. Sofern der Platz reicht und du dich damit wohler damit fühlst, darfst du dein Baby auch direkt neben dir schlafen lassen. Dann musst du zum Stillen nicht aufstehen und das Kleine nicht hochheben. Historisch gesehen hat dieses Co-Sleeping Tradition, es wurde sicher schon bei unseren Urahnen praktiziert.

Egal wo das Neugeborene schläft, es sollte auf dem Rücken liegend schlafen, ohne Kopfkissen. Babybettdecken waren gestern, inzwischen hat sich der Babyschlafsack durchgesetzt. Rauchfreie Luft sollte selbstverständlich sein und die empfohlene Raumtemperatur liegt um die achtzehn Grad Celsius.


Bis etwa zum dritten Lebensmonat schläft ein Säugling durchschnittlich doppelt so viel, wie ein Erwachsener. Trotzdem sind junge Eltern oft übermüdet und bekommen viel zu wenig Schlaf. Weil sie nachts füttern müssen, aber auch, weil das Baby zu wenig am Stück oder unruhig schläft. Theoretisch ist schlafen natürlich und einfach. In der Praxis klappt es leider oft nicht. Babys haben manchmal Probleme mit dem Einschlafen und quengeln oder schreien und bringen die Eltern um den Schlaf. Selbst wenn der Grund für das Schlafproblem nicht offensichtlich ist, es gibt einen und der Säugling braucht Hilfe, Zuwendung und Geduld.

Vielleicht ist das Baby übermüdet, hat die Windeln voll, schon wieder Hunger, friert oder es braucht körperliche Nähe, verwöhnt ist es jedenfalls nicht.