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Lichttherapielampen

Lichttherapielampen können bei bestimmten Schlafstörungen helfen. Als Lichtdusche spenden die Tageslichtlampen weißes Licht, ähnlich dem Sonnenlicht.

Lichttherapielampen für besseren Schlaf

Lichttherapielampen: Licht an und besser schlafen? Was sich widersprüchlich liest, macht Sinn. Gegen Winterblues und Depressionen bewähren sich Tageslichtlampen ja schon länger, inzwischen werden sie auch gegen bestimmte Schlafprobleme eingeschaltet. Zum Beispiel bei einem gestörten Wach-Schlaf-Rhythmus, um Tagesmüdigkeit zu lindern und Nachtschichtarbeit zu erleichtern. Therapielampen unterscheiden sich von gängigen Leuchten durch die Lichtintensität und das Lichtspektrum.

Helles Licht ist ein Taktgeber er inneren Uhr, die unter anderem den natürlichen Wechsel von wach sein und schlafen steuert. Fachleute sprechen vom circadianen Schrittmacher. Bei Normalfunktion produziert die Zirbeldrüse in der Dunkelheit das Schlafhormon Melatonin und hört bei Helligkeit damit auf. Wenn dieser Ablauf aus dem Takt kommt, können Schlaf, Leistungsfähigkeit und allgemeines Wohlbefinden darunter leiden. Zu den möglichen Ursachen zählen unter anderem ein Schlafphasensyndrom, Schichtarbeit und Jetlag.

Hier setzt die Lichttherapie an und reguliert den Schlafzyklus mit einer extra Portion Licht zur rechten Zeit. Die Prozedur wird gern als Lichtdusche oder Lichtbad bezeichnet. Als Lichtspender kommen Lichttherapielampen zum Einsatz, deren Lichtstärke meist zwischen 2.500 und 10.000 lx (Lux) liegt.

Zum Vergleich: Gängige Zimmer- und Bürolampen liefern in der Regel 200 bis 500 lx. Je nach Lichtstärke dauert eine Therapiesitzung etwa 30 bis 60 Minuten, eventuell auch länger. Während dieser Zeit hält sich der Betroffene nahe der Lichtquelle auf, und blickt in deren Richtung, damit die erforderliche Lichtmenge auch die Augen erreicht.

Denn mit zunehmender Entfernung nimmt die Lichtintensität ab. Direkt in die Lampe schauen, ist aber nicht nötig. Konkrete Angaben zu Beleuchtungsstärke, empfohlener Sitzungsdauer und Abstand finden sich in der Produktbeschreibung des Herstellers.

Video: Lichttherapie gegen Winterdepression (NDR Ratgeber)

Echte Lichttherapiegeräte sollten als Medizinprodukte zertifiziert sein und entsprechend eingesetzt werden, sagt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Demnach sollten die Geräte weder UV-Licht noch Infrarotlicht abgeben.
Das Amt rät außerdem zur Vorsicht: Zu viel Therapielicht kann auch schaden. Vor allem bei lichtempfindlicher Haut oder bei einigen Augenerkrankungen wie Glaukom. Falls du bestimmte Medikamente wie Johanniskrautpräparate oder Psychopharmaka einnimmst, musst du eventuell auf die Lichtbehandlung verzichten. Berate dich unbedingt mit dem Arzt, bevor du optische Strahlung zu therapeutischen Zwecken nutzt.

Genau genommen gehören zur Lichttherapie auch andere Behandlungsverfahren, die Strahlung des Sonnenlichtspektrums einsetzen. Zum Beispiel UV-Strahlung als Therapie bei Hautproblemen. Wenn es um Schlafstörungen geht, ist das weiße Licht des sichtbaren Spektrums gefragt, also Lichtfarben der Wellenlängen 380 bis 750 Nanometer. Entsprechende Lichttherapielampen simulieren das natürliche Sonnenlicht und spenden eine relativ hohe Dosis. Das schließt auch den gesamten blauen Lichtanteil ein, der zwischen 380 und 490 Nanometern liegt. Für die Regulierung des Wach-Schlaf-Rhythmus ist Blaulicht der Wellenlänge um 480 besonders wirksam und deshalb erwünscht. Blaues Licht im Wellenlängenbereich unter 440 Nanometer kann Schäden an der Netzhaut auslösen und darf deshalb nicht zu hoch dosiert werden. Laut BfS müssen Hersteller von Tageslichtlampen dieses „Blaulichtrisiko“ beachten.

Übrigens: Hierzulande scheint die echte Sonne an bewölkten Sommertagen mit einer durchschnittlichen Lichtstärke von etwa 20.000 lx und an bewölkten Wintertagen mit gerade einmal 6000 lx.

Egal ob und wie lange die Sonne scheint, Lichttherapielampen liefern immer Sonnenlicht, sozusagen auf Knopfdruck. Obwohl es Kunstlicht ist, kommt es dem natürlichen Tageslicht nahe. Offenbar schätzen immer mehr Menschen die stimulierende Wirkung der Lichttherapie und kaufen Tageslichtlampen für zuhause. Dementsprechend groß und vielfältig ist das Angebot im Online-Handel. Entsprechende Produkte werden auch als Lichtdusche, Tageslichtleuchte, Therapielampe mit Vollspektrumlicht gehandelt. „Vollspektrum“ bezieht sich damit auf das volle Lichtspektrum des natürlichen Sonnenlichtes.

Moderne Lichttherapielampen funktionieren auf LED-Basis. Bei der Suche solltest du auf eine möglichst flimmerfreie Funktion achten, denn Flimmereffekte können Kopfschmerzen verursachen. Das Funktionsprinzip handelsüblicher Lichttherapielampen ist gleich, die Unterschiede liegen vor allem in technischen Daten, Design, Größe und Gewicht sowie Zusatzfunktionen. Zur Auswahl stehen klassische Lichtduschen zum Beispiel als Lampe zum Aufstellen, als Schreibtischlampe, mit Wandhalterung, in quadratischer, rechteckiger, runder Form oder als Lichtpanel. Tageslichtlampen mit Dimmer kannst du auch als normale Leuchte nutzten, indem du die Lichtstärke entsprechend regelst.

Lichtbedingte Schlafstörungen müssen also nicht sein. Wenn eine Lichttherapie besseren Schlaf verspricht, empfiehlt sich eine Lichttherapielampe als Ersatzsonne.

Wir empfehlen die folgenden Lichttherapielampen:

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